Superheld im ClubDesk-Outfit fliegt durchs Wolken-Titelbild

Vereinswissen 10 Min. Lesezeit Lena Krischek

VereinswissenSpenden sammeln im Verein: Der Leitfaden für Spendenaktionen in Deutschland

Mit ein bisschen Planung und den richtigen Tools kann jeder Verein in Deutschland, egal ob groß oder klein, erfolgreich Spenden sammeln. Erfahrt alles, was ihr für erfolgreiche Spendenaktionen wissen müsst, von der Planung über rechtliche Aspekte, wichtige Hilfsmittel bis hin zur Danksagung an Spender*innen. Dieser umfassende Leitfaden bietet euch die Informationen und Werkzeuge, um eure Spendenaktionen erfolgreich, gesetzeskonform und vor allem auch effizient umzusetzen.

Das Wichtigste in Kürze zu Spenden für Vereine

  • Spenden sind Zuwendungen von Personen oder Organisationen ohne Gegenleistung durch den Verein.
  • Spenden können sowohl von gemeinnützigen als auch nicht gemeinnützigen Vereinen genutzt werden. Spenden für gemeinnützige Vereine können von Spender*innen von den Steuern abgesetzt werden.
  • Spendenaktionen, die einen speziellen Zweck haben, sind in der Regel besonders erfolgreich. Es können aber auch Spenden für den Verein im Allgemeinen gesammelt werden.
  • Es gibt verschiedene Arten von Spendenaufrufen, die für unterschiedliche Spendenaktionen geeignet sind. Wählt den Spendenaufruf, der am besten zu eurem Projekt passt, z.B. eine Online-Crowdfunding-Plattform für ein großes Projekt oder eine direkte, persönliche Ansprache für kleinere Beträge, etwa für neue Bälle für die Jugend-Mannschaften.
  • Eine gute Kommunikation ist das A und O. Ermittelt eure Zielgruppe und sprecht diese individuell an, z.B. Mitglieder anders als Fans. Vergesst außerdem nicht, euch zeitnah für die Spenden zu bedanken.
  • Alle gemeinnützigen Vereine sollten am besten unaufgefordert eine Spendenbescheinigung (Zuwendungsbestätigung/Spendenquittung) an ihre Spender*innen verschicken, damit diese die Spende in Deutschland ohne Aufwand von der Steuer absetzen können.
  • Spendenaktionen führt ihr besonders effizient und erfolgreich mit einer Software durch, die euch im gesamten Prozess unterstützt – von der Spenderauswahl über die Verwaltung der Zahlungseingänge bis zur Bedankung.
Vereinswissen-Titelbild zeigt Jungen mit Trikot in Hand

Software-Tipp
ClubDesk ist eine Online-Software, die sämtliche Bereiche der Vereinsverwaltung in einer Lösung abdeckt – von der Mitgliederverwaltung über den Mailversand und die Vereinswebseite bis hin zur Buchhaltung. Für das Sammeln von Spenden braucht ihr all diese Bereiche: Zum Beispiel benötigt ihr Kontaktdaten und ein Kommunikationstool für Spendenaufrufe. Genauso wichtig ist eine Buchhaltung, die aus Zahlungseingängen automatisch Spenden anlegt und gleichzeitig Dankesschreiben oder Spendenbescheinigungen generieren kann.

Weil ihr all das mit ClubDesk in einem Gesamtpaket habt, brauchen Spendenaktionen mit ClubDesk viel weniger Zeit und ihr könnt sehr einfach tolle Spendeneinnahmen erzielen.

Was gilt als Spende und was nicht?

Eine Spende ist eine freiwillige Zuwendung ohne Gegenleistung. Das kann Geld sein (z.B. Überweisung, Barspende, PayPal) oder eine Sache (z.B. Sportmaterial, Technik, Möbel). Entscheidend ist: Der Verein erhält eine Unterstützung, ohne dass der oder die Spender*in dafür eine konkrete Leistung zurückbekommt. Spenden können zweckgebunden sein (z.B. „neues Dach fürs Vereinsheim“) oder allgemein dem ideellen Zweck des Vereins dienen.

Wichtig für die Steuer: Spender*innen können Spenden nur dann steuerlich geltend machen, wenn der Verein steuerbegünstigt ist (gemeinnützig) und zum Empfang steuerlich abziehbarer Zuwendungen berechtigt ist. Dann darf der Verein auch eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) ausstellen. Auch nicht gemeinnützige Vereine dürfen Spenden erhalten, Spender*innen dürfen diese dann jedoch nicht von der Steuer absetzen.

Merksatz: Spende oder Sponsoring?

Sobald der Verein eine relevante Gegenleistung erbringt, ist es in der Regel keine Spende mehr, sondern Sponsoring. Eine Gegenleistung kann z.B. Werbung, eine Verlinkung auf der Vereinswebseite mit Werbewirkung, Logo-Präsenz oder eine vertraglich zugesagte Darstellung sein.

Was ist in der Regel noch „Spende“?

  • Namentliche Nennung als Dank (z.B. im Jahresbericht oder auf der Vereinswebseite), ohne werbliche Hervorhebung (z.B. ohne Logo, Slogan oder werbende Verlinkung).
  • Ein neutraler Hinweis wie „Danke an unsere Unterstützer*innen“ ohne werbliche Hervorhebung.

Was ist in der Regel „keine Spende“ mehr?

  • Logo mit Werbewirkung, Banner, Anzeigen, Social-Media-Werbung oder Links, die klar als Werbung funktionieren.
  • Vereinbarungen wie „Spende gegen Werbefläche“ oder „Spende gegen Gegenleistung“.
  • Vorteile für Spender*innen, die wie ein Kauf wirken (z.B. ein Produkt, Ticketpaket oder eine feste Leistung).

Tipp: Wenn ihr Unterstützer*innen öffentlich nennen wollt, haltet die Darstellung bewusst als Dank und nicht als Werbung. Und sobald eine Gegenleistung im Raum steht, behandelt es sauber als Sponsoring - das ist für Buchhaltung und Steuern der sichere Weg.

Bei Verlust der Gemeinnützigkeit haftet der Verein für Steuerausfälle

Verschiedene Fehler können zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen, etwa wenn der Zweck eures Vereins nicht mehr gemeinnützig ist, Spenden für falsche Zwecke verwendet werden oder Vorgaben des Gemeinnützigkeitsrechts nicht eingehalten werden (z.B. zu späte Mittelverwendung, sofern euer Verein die Grenze von 100.000 Euro jährlichen Einnahmen überschreitet).

Entzieht das deutsche Finanzamt eurem Verein rückwirkend die Gemeinnützigkeit, kann der Verein für Steuerausfälle bzw. steuerliche Nachteile in Anspruch genommen werden. Besonders relevant ist das, wenn der Verein unrichtige Spendenbescheinigungen ausstellt oder veranlasst, dass bescheinigte Spenden nicht für steuerbegünstigte Zwecke verwendet werden. Es müssen dann also nicht automatisch die Spender*innen Steuern für ungerechtfertigte Abzüge nachzahlen, sondern das Finanzamt kann stattdessen den Verein in Haftung nehmen - und unter bestimmten Voraussetzungen auch das verantwortliche Vorstandsmitglied, wenn Pflichtverletzungen schuldhaft verursacht wurden.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema findet ihr in den ClubDesk Vereinswissens-Ratgebern “Spendenbescheinigung” im Abschnitt “Haftung: Zwei Fehler, die ihr in Deutschland vermeiden solltet” und “Steuern im Verein” im Abschnitt “Gemeinnützig oder nicht ist entscheidend”.

Was für Spendenarten gibt es?

Es gibt vier verschiedene Arten von Spenden, mit denen Spender*innen euren Verein unterstützen können. Wenn ihr eine Zuwendungsbescheinigung ausstellt, müsst ihr angeben, um welche Spendenart es sich bei der Spende handelt.

Was es beim Erstellen von Spendenbescheinigungen für die unterschiedlichen Spendenarten zu beachten gilt, findet ihr im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber „Spendenbescheinigung

Geldspenden

Spenden in Form von Geldspenden sind finanzielle Unterstützungen, die ohne Erwartung einer Gegenleistung geleistet werden. Sie erfolgen üblicherweise durch Überweisungen oder Barzahlungen und helfen eurem Verein, eure Projekte und Ziele umzusetzen. Damit eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden kann, muss der gespendete Betrag exakt dokumentiert sein, sodass er steuerlich korrekt berücksichtigt werden kann.

Sachspenden

Bei einer Sachspende handelt es sich um die Überlassung von materiellen Gegenständen wie Sportausrüstung, technischen Geräten oder Möbeln. Um den Wert einer Sachspende in der Spendenbescheinigung festzuhalten, muss eine nachvollziehbare Wertermittlung erfolgen. Für neuwertige Gegenstände kann dazu eine Kaufrechnung dienen, während bei gebrauchten Gegenständen die offiziellen Abschreibungstabellen (AfA-Tabellen) eine Orientierung bieten. Entscheidend ist, dass der Wert realistisch angesetzt wird, um steuerliche Vorteile korrekt zu deklarieren.

Aufwandsspenden

Aufwandsspenden entstehen, wenn Privatpersonen für den Verein bestimmte Ausgaben aus eigener Tasche übernehmen – beispielsweise für Reisekosten, Materialbeschaffung oder Porto. Steuerlich werden diese als Geldspenden behandelt. Damit eine Aufwandsspende anerkannt wird, müssen Spender*innen ausdrücklich auf eine Erstattung ihrer Auslagen verzichten. Der Verein stellt in diesem Fall eine Spendenbescheinigung aus, die steuerlich geltend gemacht werden kann. Wichtig ist, dass alle angefallenen Kosten detailliert nachgewiesen werden.

Vergütungsspenden

Vergütungsspende bedeutet, dass eine Person für den Verein tätig wird, aber bewusst auf die ihr zustehende Vergütung verzichtet. Dieser freiwillige Lohnverzicht kann in der Steuererklärung als Sonderausgabe angegeben werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass vorab eine schriftliche Vereinbarung über die Höhe der Vergütung existiert, auf die anschließend verzichtet wird. Alternativ kann eine entsprechende Regelung direkt in der Vereinssatzung festgelegt sein. So wird sichergestellt, dass die Vergütungsspende steuerrechtlich korrekt behandelt wird.

Ihr wollt mehr zum Thema Vereinssatzung erfahren? Im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "Vereinssatzung" findet ihr alles, was ihr wissen müsst - egal ob zu Erstellung, Änderung, Inhalte, Mustersatzungen, etc.

Die beste Art des Spendenaufrufs wählen

Für einen Spendenaufruf (oder neudeutsch: Fundraising) stehen eurem Verein eine Menge verschiedener Kanäle zur Verfügung. Unterschiedliche Faktoren beeinflussen, welcher Kanal sich am besten für euer Projekt eignet. Hier findet ihr die wichtigsten Möglichkeiten, Spenden zu sammeln und welche Vor- und Nachteile sie jeweils mit sich bringen.

Crowdfunding und Fundraising-Plattformen

Wenn Ihr Crowdfunding-Plattformen für eure Spendenaufrufe nutzen wollt, gibt es eine Reihe möglicher Plattformen, die ihr nutzen könnt. Crowdfunding ist gut geeignet, wenn ihr größere Beträge für ein festgelegtes Ziel benötigt. Ein Vorteil ist auch, dass die Spenden – je nach Plattform – unter Umständen auch zurück an den/die Spender*in gehen können, sollte das Ziel nicht erreicht werden. Allerdings bringt das Aufsetzen des Crowdfunding-Projekts und dessen Bewerbung (z.B. über Social Media) einen größeren Aufwand mit sich. Darüber hinaus entstehen Kosten für die Nutzung der Plattform (häufig in % vom eingenommenen Betrag).

Hier einige Beispiele für Crowdfunding-Plattformen:

Software-Tipp
Auf den meisten Crowdfunding-Plattformen werden alle gespendeten Beträge auf einmal auf euer Vereinskonto überwiesen. Danach könnt ihr auf Knopfdruck alle Einzelspenden als Text- oder Excel-Liste exportieren. Mit einem weiteren Klick importiert ihr diese Liste mit den einzelnen Beträgen in ClubDesk. ClubDesk erzeugt dann für jeden Betrag eine eigene Spende, weist sie einem bestehenden Kontakt zu oder erzeugt einen neuen Kontakt und legt auch gleich die entsprechenden Buchungen in der Buchhaltung an. Für zukünftige Spendenaufrufe könnt ihr dann ganz einfach auf alle Kontakte zugreifen, die früher schon einmal gespendet haben, oder z.B. nach allen Spenden der letzten zwei Jahren suchen, die bei über 50 Euro lagen und diese für einen neuen Spendenaufruf nutzen. Und wenn die Crowdfunding-Plattformen nicht automatisch Dankesschreiben oder Spendenbescheinigungen erzeugen und verschicken können, erledigt ihr das in ClubDesk mit drei Klicks.

Vor Ort spenden

Eine gute Möglichkeit, um Spenden zu sammeln, sind Veranstaltungen von eurem Verein, bei denen die Teilnehmer*innen vor Ort spenden können. Dies kann beispielsweise ein Sommerfest, ein Konzert, eine Mitgliederversammlung, ein Turnier oder ein Spendenlauf sein. Gebt den Gästen durch einen Spendentopf oder einen Stand mit einer Spendenkasse die Möglichkeit, für euren Verein zu spenden. Dies sind Spenden, die Ihr relativ einfach generieren könnt, wenn die Veranstaltung sowieso geplant ist. Es ist dafür auch kein zusätzlicher Spendenaufruf nötig. Ihr macht die Spende so außerdem viel persönlicher und könnt die Spender*innen selbst kennenlernen. Allerdings erreicht Ihr dadurch im Vergleich zu anderen Maßnahmen nur wenige Leute auf einmal. Darüber hinaus ist es bei solchen Spenden eher schwierig, zu dokumentieren, wer die Spenderin bzw. der Spender ist. Wenn ihr die Veranstaltung explizit nur plant, um Spenden zu sammeln, habt ihr im Vergleich zu anderen Maßnahmen natürlich einen relativ hohen Aufwand.

Tipp: Versucht auch bei Spenden vor Ort festzuhalten, wer etwas gespendet hat (Zettel auslegen oder mit QR-Code aufrufbares Online-Spendenformular bereitstellen). Das ermöglicht es euch einerseits, den Spender*innen für ihre Spende zu danken bzw. Spendenbescheinigungen zu erstellen. Andererseits könnt ihr dann bei weiteren Spendenaktionen alle alten Spender*innen wieder anschreiben. 

Software-Tipp
Der große Vorteil an so einem Zettel oder Online-Formular (z.B. PayPal): Ihr bekommt auf diese Weise die Namen und Beträge der Spender*innen, die ihr dann einfach in ClubDesk erfasst oder importiert. Dadurch könnt ihr bequem und effizient Dankes-Mails oder -Briefe (und Spendenbescheinigungen) versenden, worüber sich die Spender*innen freuen und dann viel eher wieder mal eine Spende geben. Zusätzlich habt ihr damit bereits eine Liste von potenziellen Spender*innen für kommende Spendenaktionen.

Spendenaufruf auf Webseite

Spendenaufrufe auf der Webseite sind eine einfache Art, zu Spenden aufzurufen. Ihr müsst nur einmalig eine entsprechende Seite erstellen und erreicht damit direkt alle Leute, die eure Vereinswebseite besuchen oder die ihr über Social-Media, E-Mails, Briefe, usw. auf eure Webseite lotst. Idealerweise stellt ihr euren Webseiten-Besucher*innen nicht nur eine IBAN-Nummer, sondern auch ein Online-Spendenformular zur Verfügung, um das Spenden noch leichter zu machen.

Software-Tipp
In ClubDesk habt ihr im Handumdrehen ein Online-Formular für Spendenversprechen erstellt – entweder nutzt ihr dazu eine der mitgelieferten Formular-Vorlagen oder kreiert euer eigenes. Es ist auch möglich, dass ihr Online-Spendenformulare von Drittanbietern auf eurer Vereinswebseite einbindet. Mit ClubDesk erstellte Webseiten unterstützen z.B. das PayPal-Spendenformular, das unter anderem auch alle möglichen Kreditkarten unterstützt oder es euch ermöglicht, Spendenbeträge wiederkehrend einzuziehen (z.B. jeden Monat oder einmal pro Jahr). So macht ihr es potenziellen Spender*innen sehr einfach, euch etwas Gutes zu tun und selber zu wählen, wie viel und wie oft sie etwas spenden und wie sie bezahlen möchten. All das könnt ihr mit ClubDesk mit minimalem Aufwand bieten. Je flexibler ihr seid und je einfacher ihr es macht, umso erfolgreicher werden eure Spendenaktionen.

Spenden mit Rechnungen sammeln

Ihr könnt auch Spenden sammeln, in dem ihr dafür eigene Rechnungen verschickt. Dies ist der übliche Weg bei Hilfswerken (DRK, Caritas usw.), Fördervereinen (Förderer der Berliner Philharmoniker, Freunde der Nationalgalerie usw.) und anderen steuerbefreiten Vereinen, bei denen der Mitgliederbeitrag eine Spende ist. Diese Beträge gelten, obwohl sie Spenden sind, als geschuldet, das heißt dafür werden auch Mahnungen verschickt.

Software-Tipp
Mit ClubDesk könnt ihr eine Rechnungsposition als Spende markieren. Beim Zahlungseingang erzeugt ClubDesk dann aus dieser Position automatisch eine Spende. So wisst ihr, welche Spendenbescheinigungen ihr noch verschicken müsst. Zusätzlich könnt ihr dadurch bei zukünftigen Spendenaufrufen ganze einfach all die Personen kontaktieren, die schon einmal gespendet haben. Natürlich erzeugt ClubDesk auch automatisch entsprechende Buchungen in der Buchhaltung.

Wenn ihr einer Firma, die ein Spendenversprechen abgegeben hat, eine Bitte um Zahlung schickt, müsst ihr darauf achten, dass ihr in dem Schreiben das Wort "Rechnung" vermeidet. Das Finanzamt geht davon aus, dass wenn für etwas eine Rechnung gestellt wird, es sich um eine Zahlung gegen Leistung handelt, was dann unter Sponsoring fallen würde.

Software-Tipp
In ClubDesk kann über das Rechnungs-Layout der Text "Rechnungsnummer" ganz einfach geändert werden und der Begleittext, der über den Positionen angezeigt wird, für jede Rechnung individuell angepasst werden. In den Rechnungseinstellungen lässt sich auch der Titel des Schreibens, das z.B. per E-Mail verschickt wird, von "Rechnung" auf z.B. "Zahlung für Spende" geändert werden.

Auf Rechnungen als Zusatzposition

Auch auf Rechnungen (z.B. Mitgliederrechnung) könnt ihr zu einer Spende aufrufen. Die Bitte, etwas zu spenden, kann dann beispielsweise als zusätzliche Rechnungsposition mit Betrag 0 auftauchen. Das macht es allen, die sowieso Geld an euch überweisen müssen, sehr einfach zu spenden, ganz ohne zusätzlichen Aufwand.

Software-Tipp
Wenn ihr Rechnungen mit ClubDesk verschickt, könnt ihr dort ganz leicht eine Zusatzposition mit der Bitte um eine freiwillige Spende einfügen. Sobald die Rechnung dann bezahlt wird und ihr mehr Geld erhaltet als auf der Rechnung steht, schlägt ClubDesk vor, dass es sich bei dem Differenzbetrag um eine Spende handelt. Ebenfalls automatisch schlägt ClubDesk die Erzeugung einer Spende vor und erstellt danach in der Buchhaltung eine entsprechende Buchung. Dadurch bekommt ihr direkt einen perfekten Überblick, wem ihr noch danken bzw. noch eine Spendenbescheinigung zuschicken solltet und wer zukünftig bei neuen Spendenaufrufen angeschrieben werden könnte.

Mit Überzahlung von Mitgliederrechnungen

Alternativ könnt ihr im Rechnungstext auch einfach dazu anregen, einen selbst gewählten Betrag mehr zu zahlen als den eigentlichen Rechnungsbetrag. Dies funktioniert gut bei Rechnungen, die an Personen geschickt werden, die dem Verein zugetan sind. Ein Beispiel wäre, einen Text mit einer entsprechenden Aufforderung bzw. Bitte einfach unten auf den Jahresmitgliedsrechnungen anzufügen.

Software-Tipp
Sollte eine Mitgliederrechnung überzahlt werden, könnt ihr in ClubDesk mit einem Klick entscheiden, was mit dem Differenzbetrag geschehen soll. Beispielsweise könnt ihr daraus direkt einen Spendeneintrag erzeugen. Damit entfallen das manuelle Aufteilen des überwiesenen Betrags und das Erstellen von entsprechenden Buchungen. Auch das Bedanken und Verschicken einer Spendenbescheinigung erfolgt dank ClubDesk auf Knopfdruck.

Spendenaufruf per E-Mail oder Brief

Wenn euer Verein regelmäßig Newsletter oder E-Mails versendet, kann dies auch zum Spendenaufruf genutzt werden. Spendenaufrufe per Brief sind ebenfalls eine Überlegung wert, da bestimmte Personen besser auf Briefe als auf E-Mails reagieren. Allerdings müsst ihr in diesem Fall bedenken, dass Kosten für Büromaterial und Porto auf euch zukommen. Per E-Mail und Brief könnt ihr immerhin relativ einfach viele potenzielle Spender*innen auf einmal erreichen und diese gleich überzeugend über euer Anliegen Informieren.

Beachtet jedoch, dass Spendenaufrufe per E-Mail in der Regel als Werbung gelten und deshalb grundsätzlich nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung der Empfänger*innen zulässig sind (§ 7 UWG). Zusätzlich müssen die Vorgaben der DSGVO eingehalten werden. Die angeschriebenen Personen müssen zudem jederzeit die Möglichkeit haben, ihre Einwilligung zu widerrufen.

Alles zum Thema Datenschutz für Vereine in Deutschland könnt ihr ebenfalls im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber “Datenschutz” nachlesen.

Software-Tipp
Spendenaufrufe werden mit ClubDesk sehr schnell und einfach erstellt. Dank der Daten aus der Mitglieder- bzw. Kontaktverwaltung habt ihr die Kontaktdaten von allen potenziellen und ehemaligen Spender*innen an einer Stelle gespeichert. Ihr wisst immer wer, wann, wie viel gespendet hat. So vergesst ihr niemanden und überzeugt jede Person mit dem passenden Anschreiben. Oder noch besser: Erstellt Gruppen für Fans, Ehren-Mitglieder, frühere Spender*innen oder örtliche Unternehmen, um alle potenziellen Spender*innen individuell anzuschreiben. Dadurch könnt ihr eure Spendeneinnahmen sehr einfach deutlich erhöhen.

Drei Personen sortieren Sachspenden auf einem Tisch

Spenden im Verein planen und organisieren

Eine Spendenaktion für euren Verein umzusetzen, erfordert etwas Planung und Organisation, um erfolgreich zu sein. Zunächst solltet ihr klare Ziele und den Zweck der Spendenaktion definieren. Überlegt euch, wofür die Spenden genau benötigt werden und setzt gegebenenfalls bei größeren Projekten einen realistischen finanziellen Zielbetrag. Ihr könnt natürlich auch Spenden für euren Verein im Allgemeinen sammeln. Identifiziert eure potenziellen Spender*innen und analysiert, wie ihr diese am besten ansprechen könnt - sei es durch persönliche Ansprache, Social Media, E-Mails oder Veranstaltungen.

Erstellt einen einfachen Zeitplan, der die wichtigsten Schritte von der Planung bis zur Nachbereitung abdeckt, und bildet gegebenenfalls ein kleines Team, das klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernimmt.

Richtet einfache und klare Spendenmechanismen ein, sowohl online als auch offline. Dankt allen Spender*innen und Helfer*innen persönlich oder durch personalisierte Dankschreiben. Informiert sie zusätzlich darüber, wie ihre Beiträge verwendet wurden und wie das dem Verein geholfen hat. Gutes und zeitnahes Feedback führt zu deutlich besseren Spendenaktionen in der Zukunft.

Langfristige Spenderbeziehungen helfen enorm. Pflegt den Kontakt durch regelmäßige Updates und Einladungen zu Vereinsveranstaltungen. Haltet die Spender*innen über die Fortschritte und Erfolge eures Vereins auf dem Laufenden. 

Software-Tipp
Eine erfolgreiche Spendenaktion hängt nicht von einem einzelnen Faktor ab, sondern vom Zusammenspiel vieler verschiedener Aspekte. Zum Beispiel müsst ihr die richtigen Spender*innen finden, sie individuell anschreiben – und das auch noch auf dem richtigen Kanal. Außerdem solltet ihr euch nach einer Spende zeitnah bedanken und Spendenbescheinigungen ausstellen. Ohne eine All-in-One-Lösung, die viele dieser Aufgaben automatisiert oder sehr einfach macht, ist dies besonders für kleine Vereine kaum zu stemmen. In ClubDesk gehen sämtliche Prozesse einer Spendenaktion nahtlos ineinander über – und das größtenteils automatisch. Damit zahlt sich selbst die kleinste Spendenaktion ohne viel Mühe aus.

Gute Kommunikation ist das A und O

Für einen erfolgreichen Spendenaufruf ist eine gute Kommunikation besonders wichtig. Hier lest ihr, was ihr beachten solltet, damit euer Verein möglichst erfolgreich Spenden sammeln kann.

Zielgruppe auswählen

Definiert eure Zielgruppe und überlegt euch, welche Arten von potenziellen Spender*innen ihr mit euren Spendenaufrufen ansprechen wollt. Mögliche Spender*innen sind z.B.

  • Mitglieder
  • Verwandte
  • Ehemalige Mitglieder
  • private Förderer/Gönner
  • örtliche Unternehmen
  • Fördervereine (z.B. Lions, Rotary)
  • Stiftungen
  • Lotterien

Ihr solltet sicher auch alle Spender*innen kontaktieren, die bereits in der Vergangenheit gespendet haben und möglicherweise erneut spenden möchten. 

Software-Tipp:
Eine All-in-One Lösung wie ClubDesk liefert euch eure potenziellen Spender*innen auf dem Silbertablett. Da ihr in der Mitglieder- bzw. Kontaktverwaltung einen ständig wachsenden Pool an Kontaktdaten habt, könnt ihr diese mit wenigen Klicks in Gruppen einteilen. Ehemalige Spender*innen, Einzelpersonen oder Firmen schreibt ihr damit zielgenau auf dem richtigen Kanal an. So filtert und adressiert ihr passende Spender ganz einfach und ohne jemanden zu vergessen, was den Erfolg eurer Spendenaktion deutlich erhöht.

Individuelle Ansprache

Diese sehr unterschiedlichen Zielgruppen solltet ihr am besten individuell ansprechen. Die Ansprache ist auch abhängig vom Zweck der Spende, welche Motivation dahintersteckt, ob es sich um einen Großspender oder Kleinspender handelt, etc. Aufrufe können beispielsweise – je nach Zielgruppe – emotional, informativ, förmlich oder locker sein.

Software-Tipp
Nur wenn ihr die unterschiedlichen Zielgruppen einfach unterteilen könnt, ermöglicht euch das eine individuelle Ansprache. In ClubDesk erledigt ihr das im Handumdrehen. Dadurch schreibt ihr ehemalige Spender*innen anders an als beispielsweise Mitglieder eures Vereins. Dabei hilft es natürlich, wenn ihr auf einen Blick seht, wie viel eine Person beim letzten Mal gespendet hat. Dieses kleine Detail hilft euch bei der optimalen Ansprache, z.B. mit einem individuellen Vorschlag für den Spendenbetrag, und kann am Ende den entscheidenden Unterschied für eine höhere Spende ausmachen.

Auf Absetzbarkeit von der Steuer hinweisen

Wenn euer Verein gemeinnützig ist, dann solltet ihr die potenziellen Spender*innen darauf hinweisen, dass sie Spenden an euch von der Steuer absetzen können. Das signalisiert sofort Seriosität nach dem Motto "Wir sind ein vom Finanzamt anerkannter, gemeinnütziger Verein“ und ihr profitiert vom „Rabatt“-Effekt: Für den Spender „kostet“ die Spende an euch effektiv weniger. Bei einem Durchschnittsverdiener zahlt der Staat quasi ca. 1/3 der Spende mit. Ihr könnt z.B. das folgende schreiben:

„Der [Vereinsname] ist als gemeinnützig anerkannt. Selbstverständlich erhalten Sie von uns eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) für Ihre Steuererklärung.

Erinnern/Nachfassen

Wenn ihr einen Aufruf gestartet habt und eure Zielgruppe individuell angesprochen habt, kann es für euren Spendenerfolg hilfreich sein, danach noch einmal an den Spendenaufruf zu erinnern. Ihr könnt etwa die Webseite, Social Media oder euren Newsletter dafür nutzen.

Spenden einfach machen

Macht eurer Zielgruppe das Spenden so einfach und unkompliziert wie möglich. Lasst ihnen die Wahl, ob sie beispielsweise bar, per PayPal oder per Banküberweisung spenden möchten. 

Software-Tipp
ClubDesk liefert euch viele verschiedene Möglichkeiten, wie Spender*innen ihre Beträge eurem Verein zukommen lassen können. Von der eingebundenen IBAN oder einem PayPal-Link auf dem Spendenaufruf über ein Online-Spendenformular bis hin zur Möglichkeit der Überzahlung einer Rechnung gebt ihr euren Spender*innen eine große Auswahl. Probiert unbedingt unterschiedliche Arten aus, um zu erkennen, welche Wege von euren Spender*innen bevorzugt werden.

Zeitnah und individuell bedanken

Ihr solltet euch nach einer erfolgten Spende möglichst zeitnah und individuell bei euren Spender*innen bedanken. Die Danksagung sollte nicht den Anschein einer Massen-Abfertigung erwecken. Jede Person freut sich über eine individuelle Danksagung für Spenden: Das zeigt, dass euer Verein seine jeweiligen Spender*innen wertschätzt. Wartet damit aber nicht bis zum Monats-, Quartals- oder gar Jahresende. Bedankt euch so zügig wie möglich, um euren Spender*innen zu zeigen, dass die Spende angekommen ist und sie wichtig für euch ist. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, dass erneut gespendet wird. 

Software-Tipp
Bei einer erfolgreichen Spendenaktion kann es gut sein, dass man sich alle drei, vier Tage bei neuen Spender*innen bedanken sollte. Wer schon einmal von Hand Dankesbriefe oder einzelne E-Mails verschickt hat, weiß, wie viel Arbeit das ist – ehrenamtlich unmöglich zu stemmen. ClubDesk zeigt dir automatisch, welche Spenden eingegangen sind und für welche Spenden ihr euch noch nicht bedankt habt. So könnt ihr allen Spender*innen mit wenigen Klicks zeitnah und individuell danken. Und diese Wertschätzung führt in der Regel zu erneuten Spenden in der Zukunft.

Über Maßnahmen berichten

War eure Spendenaktion erfolgreich? Dann berichtet darüber. Die Spender*innen werden sich freuen, das zu erfahren und spenden beim nächsten Mal gerne wieder. Auch diejenigen, die diesmal nichts gespendet haben, sind motiviert, beim nächsten Mal auch einen Beitrag zu leisten. Ihr könnt z.B. auf der Webseite, über Social Media oder in der Vereinszeitung über eure erfolgreiche Aktion berichten und dadurch zeigen, wie sehr die Spender*innen euch damit geholfen haben.

Ausstellung einer Spendenbescheinigung

Euer Verein muss gemeinnützig sein, damit ihr Spendenbescheinigungen, auch Zuwendungsbestätigung oder Spendenquittung genannt, ausstellen könnt und Spender*innen die Zuwendung steuerlich absetzen können. Euer Verein ist nicht automatisch gemeinnützig, wenn er ein gemeinnütziges Ziel verfolgt. Die Gemeinnützigkeit muss erst von einem deutschen Finanzamt geprüft und erteilt werden. Dabei gelten die Vorgaben der Abgabenordnung (AO). In §52 Gemeinnützige Zwecke heißt es: „Eine Körperschaft (Anmerkung der Redaktion: ein Verein) verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern“.

Wichtig: Die Zuwendungsbestätigung selbst muss dem amtlichen Muster entsprechen und darf keine Danksagungen oder Werbung enthalten. Bedankt euch stattdessen im E-Mail- oder Brieftext oder in einem separaten Dankesschreiben. Zusätzliche Informationen können bei Papier auch auf der Rückseite stehen.

Im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber „Steuern im Verein“ im Abschnitt “Gemeinnützig oder nicht ist entscheidend” könnt ihr nachlesen, welche Bedingungen euer Verein erfüllen und welche Unterlagen zur Prüfung beim Finanzamt vorgelegt werden müssen, wenn ihr die Gemeinnützigkeit beantragt.

Ihr möchtet einen Verein gründen, mehr über das Thema Gemeinnützigkeit erfahren und wissen, was ihr bei einer Vereinsgründung beachten müsst? Dann findet ihr alle wichtigen Informationen dazu im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "Verein gründen".

Software-Tipp:
Mit ClubDesk erstellt ihr automatisch Spendenbescheinigungen, die alle Informationen enthalten, die das deutsche Finanzamt fordert. Zudem könnt ihr diese Bescheinigungen digital signieren und dadurch direkt per E-Mail (oder Brief) verschicken. Ohne diese Lösung wäre das wesentlich aufwendiger: Ihr braucht eine passende Vorlage zum Ausdrucken, müsst die entsprechenden Daten zusammensuchen und eintragen, das Formular dann von einer berechtigten Person unterschreiben lassen, um das Dokument anschließend einzuscannen und per Anhang an eine hoffentlich korrekte E-Mail-Adresse zu versenden. Mit ClubDesk geschieht all das mit einem Klick.

Eine Frau kalkuliert Kosten am Taschenrechner

Wann dürfen Spendenbescheinigungen erstellt werden?

Damit euer Verein Spendenquittungen ausstellen darf, müsst ihr die Gemeinnützigkeit durch den Freistellungsbescheid vom Finanzamt nachweisen können. Außerdem müssen die Spenden dem in der Satzung festgehaltenen steuerbegünstigten (gemeinnützigen) Zweck dienen. Alle Spenden müssen darüber hinaus freiwillig und ohne Gegenleistung des Vereins erfolgen.

Spendenbescheinigungen: Was gilt es zu beachten?

Wenn ihr mehr zum Thema Spendenbescheinigungen erfahren und wissen wollt, was ihr beim Ausstellen von Spendenbescheinigungen beachten müsst, dann könnt ihr alle Details dazu im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber „Spendenbescheinigung“ nachlesen. Hier erfahrt ihr unter anderem, wer im Verein Bescheinigungen ausstellen darf, wie eine Spendenbescheinigung aufgebaut sein muss und welche Aufbewahrungsfrist für sie gilt. Außerdem erfahrt ihr, was es mit Einzel- und Sammelbestätigungen auf sich hat und was die Klein- und Großspendenregelung ist.

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet am Laptop

Spenden buchen und verwalten

Eine genaue Buchführung ist entscheidend, um die finanzielle Integrität eures Vereins zu sichern. Mit der doppelten Buchführung könnt ihr alle Einnahmen und Ausgaben transparent dokumentieren. Das hilft euch nicht nur, eure Spenden effektiv zu verwalten, sondern stellt auch sicher, dass ihr alle rechtlichen Anforderungen erfüllt. Eine Vereinssoftware wie ClubDesk kann euch bei der Buchhaltung für euren Verein enorm unterstützen. So seid ihr auch immer auf der sicheren Seite, was die in Deutschland geltenden rechtlichen Anforderungen an eure Buchhaltung im Allgemeinen und die buchhalterische Verwaltung von Spenden im Speziellen angeht.

Spenden verbuchen

Geld- und Sachspenden müssen ordnungsgemäß verbucht werden, um eine genaue Aufzeichnung eurer Vereinsfinanzen zu gewährleisten. Geldspenden, die nicht in bar erfolgen, werden in der Regel direkt auf ein Vereinskonto eingezahlt und entsprechend verbucht, während Sachspenden mit ihrem geschätzten Wert in eurer Buchhaltung erfasst werden müssen.

Wenn ihr den Standardkontenrahmen SKR 42 von DATEV verwendet, müsst ihr Spenden auf die Konten 4040 0 bis 4070 0 buchen:

  • 4040 0 Erträge aus Spenden / Zuwendungen
  • 4045 0 Geldzuwendungen gegen Zuwendungsbestätigung
  • 4050 0 Geldzuwendungen ohne Zuwendungsbestätigung
  • 4055 0 Sachzuwendungen gegen Zuwendungsbestätigung
  • 4060 0 Sachzuwendungen ohne Zuwendungsbestätigung
  • 4065 0 Aufwandszuwendungen gegen Zuwendungsbestätigung
  • 4070 0 Aufwandszuwendungen ohne Zuwendungsbestätigung

Den kompletten SKR 42 Kontenrahmen könnt ihr auf der Webseite von DATEV kostenlos herunterladen. Darüber hinaus könnt ihr im ClubDesk Vereinswissens-Ratgeber "SKR 42: Der Kontenrahmen für Vereine" alles nachlesen, was ihr zum Thema SKR 42 wissen müsst - von Grundlagen und Vorteilen gegenüber anderen Kontenrahmen über die Behandlung von Sphären, usw.

Software-Tipp
Ihr wollt einfache und effiziente Prozesse vom Spendenaufruf bis zum Eintrag in der Buchhaltung? Wenn ihr in ClubDesk Zahlungseingänge von Spenden aus dem E-Banking, von PayPal oder von Crowdfunding-Plattformen per CSV-Datei importiert, werden daraus automatisch Spenden und entsprechende Buchungen in eurer Vereinsbuchhaltung erzeugt. Dadurch spart ihr viel Zeit und vermeidet gleichzeitig Fehler, die beim manuellen Erfassen von Spenden und Buchungen geschehen können. Selbstverständlich enthält der Vorgabe-Kontenrahmen in ClubDesk bereits alle notwendigen Spendenkonten des SKR 42.

Nutzung von Online-Tools für Spendenaktionen

Mit den richtigen Online-Tools kann die Reichweite und Effizienz eurer Spendenaktionen erheblich verbessert werden. Wie ihr bereits bemerkt habt, spielen sich erfolgreiche Spendenaktionen in mehreren Bereichen der Vereinsverwaltung ab: Kontaktdaten werden für Spendenaufrufe benötigt, ein E-Mail-Tool für den Versand von Aufrufen, Rechnungen und Spendenbescheinigungen, Online-Formulare für eine bequeme Zahlung oder Spendenversprechen, eine Buchhaltung für die fiskalische Abwicklung, eine Spendenübersicht für Auswertungen, Danksagungen und Spendenbescheinigungen – nur um ein paar Bereiche zu nennen. 

Kurz gesagt: Ohne eine Software, die all diese Bereiche in einer einzigen Lösung abdeckt und dadurch vieles automatisiert, können insbesondere kleine Vereine erfolgreiche Spendenaktion kaum mit vertretbarem Aufwand durchführen. Viel zu komplex und zeitraubend sind die einzelnen Arbeitsabläufe. Schaut euch deshalb nach einer Software-Lösung um, bei der all diese Bereiche nahtlos miteinander verzahnt sind. Denn dann lohnen sich selbst die kleinsten Spendenaktionen.

Software-Tipp
Mit ClubDesk deckt ihr sämtliche Arbeitsabläufe für erfolgreiche Spendenaktionen in einer Software-Lösung ab und habt alle notwendigen Daten an einer Stelle. Genau deswegen funktionieren Spendenaufrufe mit ClubDesk auch so einfach und werden schnell zum Erfolg. Probiert es selbst aus!

Fazit: Wie Spenden den Verein stärken

Erfolgreich umgesetzte Spendenaktionen verschaffen eurem Verein nicht nur wichtige finanzielle Unterstützung, sondern sie stärken auch die Gemeinschaft innerhalb eures Vereins und verbessern euer öffentliches Profil nach außen hin. Das Sammeln von Spenden kann zwar einiges an Aufwand erfordern, doch mithilfe einer guten Planung und der richtigen Software ist das Sammeln von Spenden einfacher, als man denkt. Und euer Verein profitiert in jedem Fall davon.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Spenden sammeln im Verein

Kann ein Verein an einen anderen Verein spenden?

Ja, allerdings muss die Satzung des spendenden Vereins beachtet werden. Hier muss die Unterstützung anderer Vereine ausdrücklich erlaubt oder eingeschränkt sein.

Sind Spenden an nicht gemeinnützige Vereine in Deutschland möglich?

Auch Vereine, die nicht als gemeinnützig anerkannt sind, können Spenden erhalten. Allerdings ist es Spender*innen dann nicht möglich, diese Spenden von der Steuer abzusetzen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Spende und Sponsoring?

Spenden sind freiwillige und uneigennützige Zuwendungen in Form von Geld oder Sachleistungen, die die ideellen Ziele des Vereins unterstützen – ohne Erwartung einer Gegenleistung. Sponsoring hingegen zählt als eine geschäftliche Vereinbarung, bei der der Sponsor eine Gegenleistung in Form von Werbung, Imageverbesserung oder anderen Vorteilen erwartet.

Zählen auch Sachen und Arbeitszeit für den Verein als Spenden?

Ja, neben Geld können in Deutschland auch Sachspenden (z. B. Trainingsgeräte), Arbeitszeit (Vergütungsspenden) oder der aktive Verzicht auf eine Aufwandsentschädigung (Aufwandsspenden) als Spende geltend gemacht werden. Die Art der Spende muss auf der Spendenbescheinigung angegeben werden.

Gibt es eine Obergrenze für steuerlich absetzbare Spenden?

Ja, in Deutschland können Spenden bis zu 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte oder bei einer Firma 4 ‰ des gesamten Umsatzes und der Lohnsumme des Kalenderjahres steuerlich geltend gemacht werden.

Wann können Spender*innen eine Spende an einen Verein von der Steuer absetzen?

Spenden an Vereine können steuerlich abgesetzt werden, wenn der Verein als gemeinnützig eingestuft ist. Die Spende muss dann in der Steuererklärung in der Anlage „Sonderausgaben“ samt Nachweis (am besten mit Spendenbescheinigung) eingetragen werden.

Können auch Unternehmen an Vereine spenden?

Ja, Unternehmen dürfen Vereinen Spenden zukommen lassen – in Deutschland ist das eine gängige Praxis. Allerdings ist es wichtig, die bereits genannten rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen zu beachten und die Spende korrekt zu dokumentieren.

Müssen Spenden immer für einen bestimmten Zweck sein?

Nein, müssen sie nicht. Spenden können zwar an einen bestimmten Zweck gekoppelt sein (z.B. ein neuer Geräteschuppen), dürfen aber auch für den Verein im Allgemeinen bestimmt sein (sofern dies die ideellen Ziele des Vereins unterstützt).

Gelten auch Mitgliedschaften als Spenden?

Mitgliedsbeiträge werden normalerweise nicht als Spenden anerkannt. Dies gilt für Vereine, die gemeinnützige Ziele mit Freizeitbezug und persönlichem Nutzen fördern, wie z.B. Sportvereine, Musikvereine, Karnevalsvereine oder Hundesportvereine. Eine Ausnahme besteht für Vereine, die als besonders förderungswürdig anerkannt sind. Dies umfasst vor allem Vereine und Organisationen, die selbstlose Ziele verfolgen und ihren Mitgliedern keine persönlichen Vorteile bieten, wie etwa die Caritas, Lebenshilfe oder DLRG.

Sind anonyme Spenden an Vereine erlaubt?

Ja, anonyme Spenden an Vereine sind grundsätzlich erlaubt. Allerdings gibt es einiges dabei zu beachten. Bei politischen Parteien gelten Sonderregeln: Spenden über 500 Euro dürfen nicht anonym bleiben. Die Partei muss den/die Spender*in feststellen können - ist das nicht möglich, darf sie eine solche Spende nicht annehmen. Für anonyme Spenden an Vereine gibt es offiziell keine Obergrenze. Doch einige Vereine legen eine solche Obergrenze in ihrer Satzung fest. Natürlich können für solche Spenden keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. Wenn man sich als Verein dafür bedanken möchte, kann man das beispielsweise öffentlich über die Webseite oder das Club-Magazin machen, um dem anonymen Spender seine Wertschätzung zukommen zu lassen.

Können deutsche Vereine Spenden aus dem Ausland annehmen?

Grundsätzlich dürfen Vereine in Deutschland aus dem Ausland Spenden  annehmen. Dabei muss aber gewährleistet sein, dass die Spende den Vereinszwecken dient und nicht gegen geltendes Recht verstößt (z.B. Geldwäscheprävention). Eine sorgfältige Prüfung und Dokumentation sind unerlässlich, um potenzielle rechtliche oder steuerliche Probleme zu vermeiden.

Über den Autor:

Lena Krischek

Lena Krischek

Als 1. Vorsitzende eines Fanclubs bringt Lena jede Menge Praxiserfahrung in der Vereinsführung und Kommunikation mit. Die studierte Marketing-Managerin verknüpft Vereinsarbeit geschickt mit wirkungsvoller Öffentlichkeitsarbeit.

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